WLAN 7 erhöht die Höchstgeschwindigkeit und senkt die Latenz durch breitere Kanäle, effizientere Modulation und Multi-Link Operation, die mehrere Bänder gleichzeitig nutzt. Um davon zu profitieren, braucht man kompatible Geräte, Verkabelung und Multi-Gigabit-Switches. WLAN 6 genügt für viele Installationen weiterhin; das Netzwerkdesign ist das Wichtigste.
Hauptunterschiede
| Aspekt | WLAN 6 | WLAN 6E | WLAN 7 |
|---|---|---|---|
| Bänder | 2,4 und 5 GHz | 2,4, 5 und 6 GHz | 2,4, 5 und 6 GHz |
| Gleichzeitige Bänder | Nein | Nein | Ja (Multi-Link Operation) |
| Maximale Kanalbreite | 160 MHz | 160 MHz | 320 MHz |
| Hauptvorteil | Effizienz bei vielen Nutzern | Weniger überlastetes 6-GHz-Band | Mehr Geschwindigkeit und geringere Latenz |
Das 6-GHz-Band in Europa
In Europa ist der für WLAN freigegebene Teil des 6-GHz-Bands schmaler als in einigen anderen Ländern, was die Zahl sehr breiter Kanäle begrenzt. Dennoch ist es weit weniger überlastet als 5 GHz und in Büros, Hotels und Wohnungen mit vielen Geräten sehr nützlich. Die Reichweite ist geringer, daher braucht man meist mehr Access Points.
Wann sich WLAN 7 lohnt
- Neue Installationen, die viele Jahre halten sollen.
- Räume mit vielen gleichzeitigen Nutzern: Büros, Besprechungsräume, Hotels.
- Wo Multi-Gigabit-Verkabelung und -Switches vorhanden oder geplant sind.
- Latenzempfindliche Anwendungen: Videokonferenzen, VR, Gaming oder Arbeit mit großen Dateien.
Was wichtiger ist als der Standard
- Anzahl und Platzierung der Access Points auf Basis einer Ausleuchtungsmessung.
- Verkabelung zu jedem Access Point statt WLAN-Repeatern.
- Gut abgestimmte Kanäle und Sendeleistung.
- Getrennte Netze für Gäste, Kameras und Hausautomation.